Sonntag, 3. November 2019

Alte und Neue Projekte


Allmählich zieht der Herbst ins Land. T-Shirt-Tage wechseln sich mit Regenperioden und Kälteeinbrüchen ab. Jetzt ist es gut, dass wir eine ganze Reihe von Projekten nebeneinander her bearbeiten können.
Da ist zum einen die "Godenwind", die seit zwei Jahren unter einer Plane vor dem Schuppen gestanden hat. Nachdem der Sturm Ophelia uns das Boot mit Schäden hinterlassen hat, die nicht mal so nebenbei zu beheben waren (siehe Blog vom 5. November 2017), haben wir jetzt den Platz im Schuppen, um unsere Jolle gründlich zu restaurieren. 


Die Katzen tragen keine Schuld an der kaputten Plane.
Boot und Trailer passen tatsächlich hinein!
Das Deck war vor zwei Jahren beim mißglückten ersten Bergungsversuch an der Backbordseite auf einer Länge von einem halben Meter herausgebrochen, die Reparatur ist ein kleines Geduldspiel, dem Jens sich zur Zeit widmet.
Die ersten Schritte sind vollbracht: Decksausschnitt (das passende neue Stück ist bereits angefertigt und wird am Schluss hineingepaßt) und hinterfütterter Bordwandauschnitt
Nebenher sind die Bodenbretter zu reparieren und ein neues Ruder zu bauen. Und im Frühjahr bekommt alles einige Schichten Lack und der neue Mast die alten Beschläge angepasst. Außerdem nähen wir eine neue Persenning, nachdem die alte unter dem gekenterten Boot so stark beschädigt wurde, dass sie nur noch eingeschränkt nutzbar ist.

Aber jetzt erst einmal zu den neuesten Arbeiten auf dem Grundstück, am Haus und am Schuppen:
Vor kurzem hatten wir Besucher, die anregten, für Sichtachsen in unserem Baumbestand zu sorgen. Wir haben diese Anregung aufgenommen und einiges an Weiden gefällt.


Jetzt können wir aus dem Wohnzimmer weit in die hügelige Landschaft im Südwesten hinein gucken


Eine andere Sichtachse hingegen wollen wir eher schließen. Unsere Auffahrt führt nach unserem Geschmack etwas zu gerade auf das Haus zu. Im Bild unten seht Ihr vor dem Auto die frische Fahrspur um den markierten Platz für einen zukünftigen Baum. Wir sind uns noch nicht ganz einig, was für ein Baum dort hin soll - wir werden sehen, was uns "über den Weg läuft".


Ein weiteres Vorhaben ist das Gewächshaus, das hinter dem Rasen stehen soll. Ihr werdet einwenden, dass dort viel zu viel Schatten ist; es stimmt: Die Weide links nimmt viel Licht. Eigentlich möchten wir sie jedoch stehen lassen.
P.S. Die Badewanne wird später rechts oberhalb der Felswand stehen - als Wasserreservoir im Sommer
 
Vielleicht sind weder die Weide außerhalb des linken Bildrandes noch die Birke vorn das Problem für ein sonniges Gewächshaus; es sind eher die mit Efeu bewachsenen Weiden im Hintergrund, welche die wertvolle Nachmittagssonne nehmen. Andererseits bieten diese Gehölze guten Windschutz. Wir werden sehen...
Zunächst legen wir eine Drainage und eine Wasserleitung; letztere für zukünftige Pläne, von denen wir ein anderes Mal berichten werden.
Nebenher pflanzen wir immer wieder Büsche, Bäume und Blumen. Leider hat es in der letzten Woche sehr viel geregnet - deswegen vom Pflanzen keine Fotos.

Zu einem Ende gekommen ist der Schuppenausbau! Der erste Stock ist gestrichen und mit einem Ofen versehen.



Im Hintergrund: Mount Gabriel (links) und Mount Corrin


Ein weiteres beendetes Werk ist diese geschützte Arbeits- und Ablagefläche mit integriertem Waschbecken an der Küchentür. So wird die Südecke des Hauses um einiges aufgewertet, wie wir finden!

Es fehlt noch die Verkleidung mit den gleichen roten Schalbrettern wie die Hauswände.


Vor kurzem haben wir eine Nachbarschaftshilfe gegründet, die seitdem fünf lose Mitglieder hat. Unser erstes gemeinsames Unterfangen war der Bau eines Hochbeetes bei einer Freundin. Wir freuen uns auf weitere Projekte!


Und was sagen die Katzen zu alldem? - Nun, sie beschweren sich verhalten (wie Katzen es über Veränderung in ihrem Umfeld zu tun pflegen).
Aber meistens sind sie einfach nur GORGEOUS!





Sonntag, 6. Oktober 2019

Heute 'mal was Anderes

Zunächst einmal fanden wir es an der Zeit, unserem Blog ein angemesseneres Design zu verpassen. Vom Namen werden wir uns nicht trennen, aber von der Straße sind wir allmählich herunter! Stattdessen sind wir jetzt aber trotzdem hoffentlich nicht auf dem Holzweg 😁😄
Wir sind uns nicht ganz einig: War es ein guter irischer Sommer? Oder nur so lala? - Verglichen mit dem letzten Jahr waren die vergangenen Monate deutlich weniger trocken und deutlich weniger warm; aber eigentlich kann das Urteil nur heißen: Es war ein schöner Sommer. Wenn nur die zweite Septemberhälfte nicht (für Irland ungewöhnlich) so feucht und windig gewesen wäre. Es gab Ausreißer: Zum Beispiel ein Sonntag mit wolkenlosem Himmel, milder Brise und gefühlt über 20 Grad Celsius. Aber eben auch tagelang Wind um die 6 bis 7 Beaufort, grauem Himmel und viel Wasser von oben bzw. der Seite.
Auf jeden Fall boten sich die letzten beiden Wochen an, immer dem Wetter entsprechend zu arbeiten, faulenzen, im Internet surfen, zu spielen, Freunde zu treffen... oder im Fotoarchiv zu stöbern, was in den letzten Monaten außer Katzenfotos zu finden sein könnte. Hier eine Auswahl:

Bild mit Symbolcharakter: Hat das Automobil noch eine Chance gegen die Natur?

Ein weiterer Beweis dafür, dass die Natur sich holt, was der Mensch zurück lässt: Die Pfanne wird irgendwann durchgerostet sein und in der Zwischenzeit diversen Blättern einen etwas anderen Lebenszyklus verschaffen. 


Schattengefecht in der Küche eines Freundes; es gab übrigens Reibekuchen.

Die Auslage eines ehemaligen Buchladens? Wovon mag das Buch gehandelt haben? Hatte es womöglich gar keinen Inhalt?

Um welchen Pilz handelt es sich hier? - Antworten erbeten! Das gleiche gilt für die blauen Blüten unten. Sieht aus wie eine Ehrenpreis-Art, aber in unserem Bestimmungsbuch haben wir sie nicht gefunden.

Ein wiederkehrendes Thema in Jens' Fotoalben: Gatter und Tore
Dieses Exemplar ist bei uns ganz in der Nähe zu finden.

Huch!!


Der Ilen River an einem ruhigem Sommermorgen

Auf dem Weg zum Flughafen Kerry stehen eine Reihe von Häusern mit interessanter Farbgebung... der Beginn einer losen Fortsetzung unseres Post vom April 2015

Vorbereitung zu einem Drehtag am Meer - das graue Schiefermehl steckt noch Tage danach in allen Poren

"Wenn Ihr mich nicht von Anfang an nach oben wachsen lasst..., bin ich halt ein bißchen schief ins Leben gebaut."

In einem Café entdeckten wir diese Holzwand; bei näherer Betrachtung entpuppt sie sich als traditionelles Handwerk: Vor der Zeit von Standardisierung und Baumärkten wurden Zwischenwände aus grob gesägten Holzleisten gebaut. Den darauf aufgebrachten Putz hat der Besitzer des Cafès entfernt.
Der Grund für das Verholen der moonchild an ihren Winterliegeplatz in der Bucht von Ballydehob (oben) war der nahende Sturm namens Lorenzo. Im Sturm machten Jens und Detlef Aufnahmen der Wellen bei Leighillaun 


Die Unterseite eines Baumstammes hält immer noch Steine irgendeines Ackers fest.
Der letzte Segeltag mit moonchildwurde von einer Gruppe Delphine begleitet.

Samstag, 31. August 2019

 

Fauler August

Manchmal zeigen uns die Katzen, wie wir Menschen es ebenfalls öfter tun sollten: Uns an einem gemütlichen Platz treffen, uns beschnuppern, ein wenig gegenseitige Fellpflege spendieren und dann einfach an Ort und Stelle einschlafen; gegebenenfalls auch aufeinander...

Nun, mit den beiden Herren unten haben wir nicht gekuschelt. Aber sie haben uns das mögliche Kuscheln verschönert, indem sie unseren Wohnzimmer-Ofen eingebaut haben; es ist ein Dik Geurts aus Holland. Nicht ganz billig, aber laut Herstellerangabe sehr effizient. Jetzt warten wir sehnsüchtig auf den Herbst 😁

Ob wir jetzt im Winter noch die Krähen durch den Schornstein hören?
Auch im Schuppen wird demnächst ein Ofen aufgebaut. Erst einmal jedoch verschalen wir die gedämmten Wände.
Auch die Katzen fühlen sich dort trotz Stichsägenlärms schon wohl.
Der August war sehr gemischt, was das Wetter anging: Viel Regen zwischen einigen sonnigen und vielen bedeckten Tagen - bei weiterhin angenehmen Temperaturen. Also, um es kurz zu machen: Wir HABEN uns an den Katzen ein Beispiel genommen und den August weitgehend verschlafen - zumindest, was das Fotografieren betrifft; wir können Euch zum Beispiel keine Aufnahmen von unserer - anlässlich des Ballydehob Boat Gathering - ersten moonchild-Fahrt seit sechs(!) Jahren präsentieren. Auch vom wieder wunderbaren Cappaghstock-Festival (siehe September Post vom Jahr 2017) am vergangenen Wochenende haben wir nix.

Sonntag, 4. August 2019

Sommerfreuden



Heute kommt der vorerst letzte Teil unserer kleinen Pfad-Filmreihe - bis wir im Herbst und Winter neue Stücke unseres Grundstückes erobern; wir haben noch ein paar Bäume zu pflanzen (was wir übrigens als dringenden Rat an alle da draußen weitergeben möchten: Pflanzt Bäume!), und einen weiteren Platz zum Beflanzen haben wir schon im Sinn; doch dazu gleich. Wir starten die kurze Tour vom Mystic Willow to Uli's Rock am größten Baum unseres Grundstückes und gehen ein kurzes Stück zurück am Bach entlang (bis min 0:15). Wir biegen links in einen kleinen Schnitt durch eine ehemalige Feldsteinmauer und kommen nach kurzer Zeit (min 0:30) aus dem Tal heraus. Zur rechten Hand sehen wir die lange Reihe von Weiden, die fast von unserem Haus hier hinunter führt. Schließlich stehen wir auf dem Felsen, der schon bei min 0:26 ins Bild kam. Er ist ganz in der Nähe des Übergangs durch die o.g. Weidenreihe (ihr erkennt das gelbe Rohr aus dem Juli-Film bei min 1:02). Auf diesem Felsen sitzen wir gerne am Abend, beobachten  - je nach Uhrzeit - die Schwalben oder Fledermäuse, lauschen den raschelnden Blättern der Bäume oder bei Windstille dem Wasserfall in der Nähe. Außer den Flügeln der Windturbine unseres Nachbarn und den Kuppeln auf dem Mount Gabriel sieht man hier nichts Künstliches.
Vor der mystischen Weide im Hintergrund kommt in min 1:16 ein Stückchen Land ins Bild, das sich zum Beplanzen anbietet. Bisher stehen dort nur ein paar hagere Büsche Stechginster. Wir hoffen, der Boden ist trotzdem gut genug für den einen oder anderen Schößling.
Das ist TATSÄCHLICH ein einziger Baum!
Am Schluß des Filmchens seht Ihr die höchste Erhebung unseres Grundstückes. Wir waren noch nicht d'rauf! Ohne Machete und/oder Astsäge geht das nicht...

Ein paar Projekte sind uns im Juli - neben der Kätzchen-Bespaßung - auch noch geglückt.
Im hohen Gras läßt sich vorzüglich Verstecken und Kriegen spielen!

Der Fußboden im Schuppen ist gestrichen. Ein Projekt, das wir seit zwei Jahren vor uns her geschoben haben; eine vor einiger Zeit geschehene Überflutung des Schuppens und die lange Trocknungszeit des Betons danach, motivierten uns zu diesem Schritt... Natürlich fegt der Boden sich so auch viel besser :-)

Der Rasen wächst und ist die ersten Male gemäht - natürlich per Hand.
Die Mauer im Vordergrund ist inzwischen auch fertig - die Decksteine lassen hoffentlich genug Platz für Mauerpflanzen zum selbst aussähen; zunächst haben wir mit ein paar Wildblumensamen nachgeholfen. Mal sehen, ob wir in vier Wochen ein neues Fotomotiv haben werden...


Die Ost-Terrasse hat zwei Rankgitter (und ein Außenlicht) bekommen - und ein bißchen mehr Privatsphäre für das Zimmer hinter der großen Glastür. Außerdem kommen Besucher nicht automatisch auf die Wohnzimmertür losmarschiert - in der Annahme, es sei die Haustür.
Links wächst Hopfen, rechts eine Waldrebe

Eine weitere Rankhilfe steht am Übergang von der Versickerfläche zum Birch Path, rechts vom Rankgerüst der Anlass dazu - eine Kletterrose, die wir geschenkt bekommen haben. Am Felsen dahinter soll übrigens zukunftig ein kleiner Teich enstehen. Nass ist es dort sowieso schon länger als überall sonst...

Einige Stepping Stones liegen ebenfalls. Nach und nach sollen sie vom Haus in den Wildblumengarten und auf die vorhandenen Wege führen.

Im Haus selbst ist im Juli nicht viel passiert - das überwiegend gute Wetter hat uns immer nach draußen gelockt.
Jack und Jule begleiten uns inzwischen über das ganze Grundstück