Sonntag, 1. Mai 2016

"Jazz is not dead - it just smells funny!"

ein Post von Jens

Fotos von Fiona Walsh und Sigrid Berndt


Dieses Zitat von Frank Zappa wollte ich schon immer einmal irgendwo unterbringen..."Jazz is not dead - it just smells funny." Und zu welchem Anlass passt es besser als zu dem des Ballydehob Jazz Festival an diesem Wochenende? Insbesondere dann, wenn ein New Orleans style Funeral March eines der Highlights sein wird. - Doch keine Sorge: In dem Sarg liegt keine (übel riechende) Leiche; er wird leer durch die Straßen getragen!




















Schwer genug ist der Sarg auch ohne Inhalt. - Noch schwerer jedoch ist die Catrina, die ich auf dem March auf meinen Schultern trage.  "Catrina" bezeichnet eine Figur, die in Mexico traditionell am "Tag der Toten" durch die festlichen Straßen getragen wird. https://de.wikipedia.org/wiki/La_Catrina
Mit Hilfe eines auf sein Gestell reduzierten Reise-Rucksack trage ich ein Maschendrahtgerüst, auf das Stoff appliziert wurde. Auf einem oberhalb des Gerüstes herausstehenden Stock ruht der frei bewegliche Kopf. Dieser wurde auf einen Plastikkanister modelliert. Obwohl die einzelnen Materialen in Leichtbauweise konzipiert und ausgearbeitet wurden, ist das Ganze doch ganz schön schwer!
Durch den Stoff, den Dink hier gerade richtet, kann ich hindurch gucken.
An den Schultern der Katarina hängen ihre Arme, die durch Stangen und Fäden, die an den Gelenken befestigt sind, von Puppenspielern bedient werden. Mit den Bewegungen der Arme muss ich mich im Körper der Puppe dann ebenfalls bewegen, damit es später auch echt wirkt.
Unterhalb des Bauchteils der Puppe hängen wie ein Korsett vier Plastikringe, an denen schließlich der Rock befestigt ist.

Noch in den letzten Tagen vor dem Wochenende arbeitet eine Gruppe von Ehrenamtlichen fieberhaft an der Fertigstellung aller Einzelteile. Hinter der Catrina wird ein ebenfalls riesiger Fächer getragen werden, dessen Gerüst hier probegetragen wird,...
 ...und neben vielem Anderen möchten sogar Hinweisschilder für öffentliche Toiletten noch vorbereitet werden.
Wie üblich ist vieles erst am Tag der ersten Aufführung fertig geworden. Hier ein paar Fotos sowie ein Video vom March:
Die Puppetteers wirken gelassen - auf die Dauer werden aber auch die Stangen schwer.
Tessa
Louisa
Im Zentrum von Ballydehob
Catrina kann den Anwohnern fast in die Schlafzimmer gucken...
Natürlich sind auch die Jüngeren wieder einbezogen.
Und dann noch drei Fotos vom Sonntag:



 
Neben dem Funeral March ist auch das sonstige Programm nicht zu verachten. Auf http://www.ballydehobjazzfestival.org/ könnt Ihr nachgucken, wer dieses Jahr alles dabei ist. 
So - und jetzt gehen wir wieder hineinschnuppern... Jazz in Ballydehob just smells funny. - And fabulous!

Sonntag, 3. April 2016

St. Patrick's Day


An und für sich wollten wir diesem bedeutensten irischen Feiertag einmal entfliehen. Und so beruhigte uns die Aussage eines befreundeten kanadischen Hotelangestellten in Glengarriff, nördlich von Bantry seien wir "safe". (Im Bild unten ist er in der hellbraunen Jacke zu sehen.) Wir hatten uns vorgenommen, "a day out and about" wäre genau das Richtige. Ansonsten hätten wir uns zwischen Ballydehob und Schull zerreissen können: In Ballydehob hätten wir (wie letztes Jahr bereits) als "Bang on!"-Drumming-Group teilnehmen können, Jens in Schull verkleidet in seiner aktuellen Theatergarderobe als Zauberer...
Das ist nicht Jens!
Die Beteiligung von Ausländern an dieser so irischen Angelegenheit ist nichts Aussergewöhnliches; ganz im Gegenteil: Viele unserer "Blow-in"-Freunde und ihre Kinder nehmen an den Paraden teil. Sie sind in den Vereinen engagiert, in der Feuerwehr, der Wasserrettung, oder eben der Theatergruppe in Schull.
Auf unserer Fahrt entdeckt: St. Patrick himself!
Dieser 17. März 2016 war insofern ein besonderer, dass es der einhundertste Geburtstag des Osteraufstandes in Dublin gewesen ist - aber besonders viel von diesem Datum haben wir hier nicht bemerkt. Wie wir am Tag des heiligen Patrick generell feststellen, dass diese Verweltlichung des sakralen Anlasses angenehm unverkrampft daher kommt. Sicher, ein Geistlicher ist auch jedes Mal dabei, wenn durch die Straßen marschiert... besser: flaniert wird. Aber jedes Mal fragt man sich unsicher: Ist der Mann nicht nur verkleidet wie alle Anderen auch?
Das ist nicht der Geistliche
Auch nationalistisches Gehabe können wir nicht entdecken. Zwar wehen von den Gebäuden die irischen Flaggen, und auch sonst ist vieles in den Farben der Trikolore gehalten - aber der Stoff der Flaggen ist meist zu billig, um allzu oft verwendet werden zu können. Und die Verkleidungen werden generell nur dieses eine Mal verwendet. Ausnahmen bestätigen die Regel, fallen dann aber (nach der zweiten Parade) auch direkt auf. Auf Fotos, die wir von einer Freundin geschickt bekommen haben, sehen wir in Schull das einen oder andere bekannte Kostüm...
Grün ist natürlich die alles dominierende Farbe. Trotzdem ist sie im Verbund mit dem auffälligeren Orange und dem dezenten Weiß wiederum nicht so aggressiv wie es - und hier schweifen wir ab - zum Beispiel die grellen Trikots der Fahrradfahrer sind, die uns auf unserem "day out" begegnen. Überhaupt: Wer immer schon einmal in aller Ruhe den Ring of Beara mit dem Auto erkunden wollte, sollte dieses an einem 17. März tun. Viele Orte wirken wie ausgestorben, die Straßen sind nur noch von ein paar Handwerker-Fahrzeugen befahren (warum eigentlich Handwerker?) - und eben Fahrradfahrern!
Die Shamrocks gehören natürlich auch dazu.
Ein weiteres Merkmal ist mit dem St. Patrick's Day verbunden: Die Orte werden für den Frühling herausgeputzt. Jetzt muss er nur noch kommen, der Frühling! 

P.S. Wir überzeugen uns gerade davon, dass der Frühling in Deutschland Einzug gehalten hat.

Sonntag, 6. März 2016

Die schönen Gesichter des Winters

(ein Post von Jens)


Vielen von uns steht er bestimmt schon an der Oberkante der Unterlippe - der Winter. Aber wenn zwischendurch dann doch einmal die Sonne heraus kommt und der Regen für eine Weile Pause macht, dann gibt es auch im winterlichen Irland fantastische Eindrücke festzuhalten.

Dieses Mal werden wir Euch zu den einzelnen Fotos ein wenig mehr erzählen - wie es zur Aufnahme kam, eine damit verbundene kleine Geschichte oder ob und wie das Foto hinterher bearbeitet wurde. 


Das Loop Head befindet sich im County Clare und bildet die lange Küstennase nördlich der Shannon-Mündung. 
Von See her hängt diese markante Steilküste unvergesslich mit meiner ersten Begegnung mit Delfinen im Nordatlantik zusammen. Von Land her jedoch bietet dieser Landstrich wenig besonderes - wenn man einmal von dem Licht absieht, das an diesem Februartag 2015 Merten und mich dermaßen faszinierte, dass wir einfach auf dieser langen geraden Straße hielten.
In der Nachbearbeitung war mir wichtig, dass Licht und Schatten so zu sehen sind, wie sie uns vor einem Jahr erschienen - ohne den Vordergrund zu dunkel werden zu lassen. Ich habe deshalb die Kontraste etwas heraus genommen und ein wenig mit Licht und Schatten experimentiert.

Zu jedem Bild gibt es eine Geschichte, heißt es manchmal. Zum folgenden gibt es gleich mehrere. Zum einen war dieser Ort eine Zeitlang unsere favorisierte Gegend auf unserer Haussuche - und noch immer fasziniert uns die Aussicht von hier oben. Zum zweiten sieht man auf diesem Bild ein Haus, das bereits auf einem früheren Blog-Eintrag auf einem Foto zu finden ist. Es ist das ehemalige "Mine Captains House", das heißt, es wurde dem Leiter der Cappaghglass Kupfermine gestellt, die damals eine sehr erfolgreiche gewesen ist.
Auch bei diesem Gegenlichtbild habe ich mit Licht und Schatten experimentiert. Das Hauptaugenmerk war für mich, das dramatische Wolkenspiel über den Inseln der Roaring Water Bay einzufangen.

Ähnliches gilt für das folgende Bild vom Caha Pass: sonnenbeschienene Wolken, Inseln mit dem sie in unterschiedlichen Schattierungen umschließenden Meer. Dazu das winterliche Rotgelb der Gräser und Farne, wie es in den mittleren Lagen üblich ist.
Der Caha Pass verbindet die beiden Counties Kerry und Cork und bietet den kürzesten Weg zwischen den größeren Küstenorten Kenmare und Bantry. Wer hier im Frühjahr bis Herbst unterwegs ist, sollte gehörig aufpassen: Neben den üblich langsamen Leihwagen mit Dubliner Kennzeichen sind hier dann vor allem Fahrradfahrer unterwegs, welche die Höhe von 332 Metern als Herausforderung suchen. Bei beiden Kategorien noch beliebter in dieser Gegend ist jedoch das nördlich von Kenmare gelegene Molls Gap. Umsomehr schätzen wir, wenn wir schließlich den Anblick oben sehen, der uns signalisiert: Bald sind wir wieder zuhause.

Zuhause ist nach wie vor hier - an der Rossbrin Cove. Der Name hat mit den hier oft weidenden Pferden keinen Zusammenhang. Er leitet sich ab vom irischen "Ross Broin" und bedeutet soviel wie Broins' Landzunge. Dieser Name wiederum ist nur auf den südwestlichen Teil der Bucht bezogen - große Teile des Buchtufers gehören zum östlich von Rossbrin gelegenen Landgut Cappaghglass.
Wer das Bild wegen der Narzissen dem Frühjahr zuordnen möchte: Hier wachsen die zu Tausenden seit Mitte Februar.
Bis vor kurzem sah es aber oft eher so aus:
Na ja - nicht ganz so dramatisch vielleicht. Aber das Bild hat einfach gereizt, mal einen Effekt einzusetzen. Sieht doch klasse aus, oder?

Tatsächlich sah es eher so aus - wenn das bei dem scharfen Wind mit den Augen überhaupt zu erkennen war; zum Glück tränen einer Kamera dieselben nicht :-) 
Was fast als Schwarz-Weiß-Foto durchgehen könnte, hat lediglich eine sehr hohe Auflösung und etwas Regulierung der Hell/Dunkelanteile bekommen. Ach so: Die Bilder stammen von der Nordküste der Mizen Halbinsel.


Wer in Irland Schnee sehen möchte, wird nicht enttäuscht. Die schneebedeckten Berge in Kerry können wir bei guter Sicht von unseren Hügeln in der Umgebung sehen. Der Schnee auf den Bergen von Connemara im County Mayo hat mich trotzdem überrascht, als ich im letzten Februar mit Merten dort unterwegs war. Das Wetter war bereits so frühlingshaft...
Das Foto wirkt dadurch, dass ich den Sättigungsgrad und die Kontraste erhöht habe; wieder sieht man die typischen Winterfarben Irlands (wie sie bei Sonne vermutlich auch ohne die beschriebene Manipulation herausgebracht hätte). 


Das Farranamagh Lough ist eine wunderschöne Bucht an der Südküste des Sheeps Head. Eine Gegend für Wanderer - und Fotografen. Um die von mir immer wieder gerne genutzten Gegenlicht-Effekte des verschatteten Vordergrunds zu mindern, habe ich an Licht und Schatten gearbeitet und etwas den Sättigungsgrad heraufgesetzt.


Das gleiche gilt für das folgende Foto der Roaring Water Bay mit ihren Bojenfeldern, auf denen Muschelkulturen gezüchtet werden. Die kleinen Inseln im rechten Teil des sonnigen Bereichs heißen Carthy Islands und sind vielleicht der verzaubertste Flecken der ganzen Bucht: Ein kleiner Haufen von Inselchen, die zusammen einen fast perfekten natürlichen Hafen bilden. Weil die Inseln unbewohnt sind, können hier in Ruhe alle Arten von Tieren und Pflanzen gedeihen. Am schönsten ist es, den Robben beim Aufziehen ihrer Jungen zuzusehen...

Ganz anders sieht es am größten Strand der Mizen Halbinsel aus. Die Barley Cove ist eine weitläufige Dünenlandschaft, die ihren Ursprung durch den Tsunami hat, welcher auch das zerstörerische Erdbeben in Lissabon 1755 verursacht hat. Die Strandliebhaber in Irland dagegen haben von dieser Naturkatastrophe profitiert, und die Barley Bucht ist heute ein Biotop mit vielen Vogel- und vor allem Grasarten. Ein Fluß mündet in die Bucht und gibt der Dünenland im Wechselspiel mit Ebbe und Flut immer wieder einen neues Aussehen. Mich interessierte an diesem kalten Februarabend jedoch (wie eigentlich immer) mehr der Blick in die Ferne. Wenn dann noch die Wolken so dramatisch zerfetzt daher kommen, ist es um mich geschehen - dann muss ich das zehntausendste Foto dieser Art schießen. Auch hier musste ich nur ein wenig mit Licht und Schatten herumspielen.

Zum Schluss komme ich noch einmal zurück nach Rossbrin - dort wo alles angefangen hatte. Mit diesem Anblick verbindet sich so vieles unserer Irland-Geschichte: Das Meer, das uns fasziniert. Eine geschützte Bucht, die unserer "moonchild" als Ankerplatz dienen kann. Eine Pier. - Die Pier, die wir von unserem ersten gemieteten Haus aus sehen konnten. Die Mädchen, die an einem kalten April-Abend von hier aus ihr erstes Bad des Jahres nahmen. Die Bucht, von der aus die "Godenwind" zu den vielen Inseln der Roaring Water Bay getragen hat. Die Bucht, an der wir leben...



Sonntag, 7. Februar 2016

Dieses Mal müsst Ihr leider ohne den üblichen Erster-Sonntag-Im-Monat-Post auskommen.

Als kleinen Trost bieten wir Euch diesen Video-Blog eines befreundeten Paares aus der näheren Umgebung an - viel Freude daran wünschen Euch Sigi und Jens.

https://youtu.be/5Z2-FixkXVM


Sonntag, 3. Januar 2016

Winter?


Frohes neues Jahr, Euch Allen!
Wir müssen mal über's Wetter sprechen. - Ihr werdet es gemerkt haben: Es ist zu warm zum Schlittschuhlaufen. Bald heißt es nicht mehr: Die Schlacht mit Beteiligung von Wellington, sondern 'Die Schlacht um Wellington Boots'. Angesichts der Überschwemmungen in Nord-England klingt der Song "Dreaming of a White Christmas" nur noch jämmerlich - egal von wem auch immer interpretiert. Auf facebook kursieren Witze über Rasenmähen und Grillen. Oder sind das gar keine Witze? - Die irischen Medien berichten wenig über Deutschland; östlich von England befindet sich Europa...
Andersherum funktioniert's genau so. Was viele von Euch wahrscheinlich nicht mitbekommen haben werden, schon weil die deutschen Medien Irland nur selten 'auf dem Schirm haben': Auch für irische Verhältnisse ist dieses Wetter nicht mehr normal - tatsächlich vielmehr außergewöhnlich. Die für uns sichtbaren Anzeichen: Um unser Haus herum wachsen in diesem Jahr vermehrt Wasserliebende Pflanzen. An einigen Stellen rutscht die Grassode unter den Füßen weg - kein Halt mehr. Der Frosch war kein seltener Gast.
Mit den Nachbarn haben wir uns schon über mögliche Teichprojekte ausgetauscht. Links von unserer Einfahrt?...
 Oder direkt an ihrer Terrasse?
Starke Stürme drücken das Wasser aus unserem "Teich"  entgegen seiner natürlichen Fließrichtung; läßt der Sturm nach, dann ergießen sich wahre Sturzbäche in unseren Auffahrts-Bereich. Die Kiesel aus der Auffahrt schwemmen auf die mit immer mehr Moos bewachsene Straße. Und aus unseren Fenstern können wir dieses Jahr so viel wie sonst nie Wasser in der Bucht sehen. Unser Nachbar Julian ist es gewohnt, bei Springtiden zu Hochwasser nicht trockenen Fußes vom oder zum Haus zu kommen.
Inzwischen wird aber auch er von Hochwassern überrascht, die gar nicht eingeplant sind. Er stellt sein Auto eben oberhalb der Flutkante ab...
Andere sehen das nicht so locker; die irischen Zeitungen sind um Schlagzeilen wie "Floody Hell" oder "There will be Floods" (man bemerke den Plural!) nicht verlegen. Versicherungen weigern sich seit Jahren, Häuser in bedrohten Straßen von zum Beispiel Bandon zu versichern. Schlimmer hat es in den letzten Wochen Grafschaften nördlich von uns getroffen. Seit Wochen sind große Gebiete um den Fluss Shannon überflutet; am Flughafen Shannon ist in diesem Dezember mit 220 Millimetern doppelt so viel Regen gefallen wie im bisherigen Rekordjahr 2013. An einigen Stationen sind alleine in den letzten 7 Tagen 400% der durchschnittlichen Jahres-Regenmenge gemessen worden (Stand 29.Dezember). Unsere Besuche in Skibbereen stimmen wir seit kurzem auf den Tidenkalender ab!
Etwas überraschend - und im vorletzten Absatz bereits angedeutet - liegt der Fokus des öffentlichen Interesses auf dem Wasser von oben. Niemand hat so recht die immer häufigeren höheren Fluten im Auge. Uns würde interessieren, wie es zur Zeit an der Elbe aussieht; aus unseren Blankeneser und Rissener Jahren ist uns in Erinnerung, dass die extremen Hochwasser und vor allem der Tidenhub in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen sind. Hält dieser Trend an?
Stürme sind im Winter nichts ungewöhnliches - wir Norddeutschen wissen damit umzugehen; aber 7 (!) Stürme in wenigen Wochen sind schon eine Hausnummer. Die damit einher gehenden Hochwasser werden die Bewohner der tiefer liegenden Ortschaften Irlands in den kommenden Jahren vermutlich einkalkulieren müssen. Unser Miets-Haus liegt auf etwa 10 Meter oberhalb des Meeresspiegels. Andere, vor allem in den wilden Jahren des "Celtic Tigers" gebaute Häuser, liegen niedriger. Vermutlich werden die meisten Besitzer dieser (Ferien-)Häuser es finanziell verschmerzen können... Aber so ganz wohl ist einem bei dem Gedanken an zukünftige neue Küstenlinien nicht zumute. Nichts desto trotz sehen wir keinen Grund zur Beunruhigung; wir werden uns einfach daran gewöhnen müssen, dass ein Winter wie dieser an der Tagesordnung sein kann.
In diesem Sinne einmal mehr: Ein  gutes Jahr 2016 uns Allen!
Meersalz auf unseren Fenstern am 30. Dezember

Sonntag, 6. Dezember 2015

"Why Objects in the Mirror Are Closer Than They Appear" 

Jahresrückblick in Bildern

Unser zweites vollständiges Jahr in Irland geht seinem Ende entgegen. Vieles ist passiert. Oder doch nicht? - Was an diesem vergangenen Jahr entscheidend für die Zukunft gewesen sein wird, ... wird eben erst diese zeigen.
Verlieren wir also zunächst keine weiteren Worte darüber, sondern schauen in den Rückspiegel: Sind dort vielleicht Dinge zu entdecken, die wir noch gar nicht richtig wahrgenommen haben?
Wir wünschen Euch viel Freude an dieser großen Auswahl an Bildern, an der Adventszeit und am Jahr 2016!
Stürmische Tage im Januar - wir haben uns daran gewöhnt.

Und zwischen den stürmischen Tagen - immer wieder Momente mit angenehmen Temperaturen bei schönem Licht




Das kleinste Gartenhäuschen der Welt - oder zumindest das kleinste von Kinvarra
Szenerie bei Westport im County Mayo
Ben Bury, Lagmore und der Mweelrea, ebenfalls im County Mayo
"He is such a Character" - Einer der letzten Besuche unseres Nachbarn bei uns. Rest in Peace, ELMO!
Barfüßler unter sich: Jens mit unserer guten Freundin Patricia
Die 'Godenwind' "oben ohne"
Mick, Corinna und Det bei Aufnahmen zur Performance "The Last Human"
Rui passt das neue Deck der 'Godenwind' ein.
Der April versprach, was der sogenannte Sommer dann nicht halten konnte.
Kein Schauspiel - sondern eine Versteigerung zu guten Zwecken im Social Club
Kilkilleen Strand im Südosten der Roaring Water Bay
'Bang on!' tritt in Kilcrohane auf.
Flottilie auf dem Weg zum "Baltimore Wooden Boat Festival"
Rossbrin mit Blick nach Sherkin Island
ohne Worte...?
Sigi 'the Beast' an den "Glocken" im Magic Forest
Bucht bei Reentrusk auf dem Ring of Beara
Vater, Sohn und das Nationalgetränk
Julian's Hunde in Rossbrin mit Blick nach Horse und Cape Clear Island dahinter
Cappaghglass mit Blick zu Jeremy Iron's Castle in der Roaring Water Bay
Audley Cove
Tara Brandel tanzt mit Behinderten über den Dächern von Skibbereen.
In den Gärten von Garinish Island bei Glengarriff
Glandore Classics: meistens schönes Wetter, meistens vorneweg - gute Laune beim Skipper.
An einem stürmischen Tag beobachten wir die Konkurrenz von Land aus - heute darf mal jemand Anderes gewinnen.
Kunst und Alltagsgegenstände harmonieren in einer Ausstellung in Skibbereen ganz gut.
Was mag sich hinter diesen Türen verbergen?...
...und was hinter diesen zugemauerten und mit Brettern verschlagenen Fenstern?
Fischernetze in Brennesseln gefangen
Immer wieder schön: Die kleine Bucht an der Derreenatra Pier
Falls Ihr schon mal vorbestellen wollt... Das Essen im 'Budd's' ist wirklich gut!
Frisch gefangene Makrelen werden am besten sofort verputzt.
Sommersturm am Castle Point
Kleinfottilie mit der "Happy Return" und einem Drachen
Und immer wieder... Dereenatra Pier
Für Dramatik ist immer wieder mal gesorgt - Östlicher Abendhimmel.
Cape Clear Island - unsere dritte neue Insel dieses Jahr.
Abendstimmung vor der schönsten Perseiden-Nacht in Rossbrin
Unsere Freunde Patrick und Tess posen mit Ruby.
Sigi testet unser selbst gebautes Kubb-Spiel.
Mit der Godenwind auf hoher See - südlich von Sherkin Island.
Auf Cape Clear Island
'Godenwind' vor dem Castle Kilcoe
Im HUB Café - Richard mit Lilly
Sommermorgen Rossbrin Cove
Die Natur holt sich dieses Boot...
Rossbrin Castle von der Ostseite
Herbstwiesen
Sandstein - Sand - Steine - Muscheln - Wasser
unterwegs zum Algen-Säen
Die 'Godenwind' zum ersten Mal unter Spinnaker
Roaring Water Bay mit Muschelfarmen
Textlesen in der Schull Drama Group
Halloween in den Straßen von Schull - könnt Ihr uns beide erkennen?
Sand am Barley Cove
Novembersegeln vor dem Klicoe Castle
Rossbrin Cove
Die Inseln der Roaring Water Bay
Abendstimmung auf den Hügeln von Shronagree
Novembermittag