Sonntag, 4. März 2018

Kontemplation! Kreativität! - Kälte!

Der an und für sich schon kurze letzte Monat wurde für uns durch diverse Anlässe noch mehr gekürzt - was die Baufortschritte in Coolcaha betraf. Wir wollen Euch damit nicht in den Ohren bzw. den Augen liegen. Stattdessen dieses Mal ein Schlaglicht auf ein einzelnes Detail - und zum Schluss DIE Fotos des Monats.

Das Verputzen hat nun doch länger gedauert als erhofft. Jetzt warten wir den Trocknungsprozess ab und sehen dann weiter. Immerhin können wir mit einem ersten Schritt der Inneneinrichtung aufwarten. Weil wir die Küche gerne räumlich vom Ess- und Wohnbereich etwas abgrenzen möchten, haben wir eine Art von Torbogen dazwischen gesetzt.

Nachdem die Form ausgeschnitten war, kam uns die Idee mit den Fächern auf der Küchenseite, wie im Foto unten zu sehen. In diese Fächer beziehungsweise Schubladen kommen später Gewürze (ganz oben), Handtücher, Backbleche (links unten - der Backofen kommt in der Wand daneben unter), Frühstücks-Cerealien (unten rechts) und Anderes.


Unterhalb des Bogens werden später Unterschränke und Arbeitsflächen den Übergang von Küche zum Essbereich bilden.

Unten zur Veranschaulichung noch einmal der Zustand vor einem Jahr. Darunter - ebenfalls vom Essbereich aus gesehen - der Bogen, die fertig verputzen Wände im Vordergrund sowie die helle Küche in Hintergrund



Auf der Suche nach dem passenden Material für die Oberflächen des Küchenbogens (inklusive Fächer) haben wir am letzten Wochenende einen Ausflug nach Tralee im County Kerry gemacht. Dort gibt es einen Lieferanten, mit dem wir bereits für die Gestaltung der Dachüberstände zusammen gekommen sind. Noyeks Newmans bietet hauptsächlich Küchen- und Badoberflächen an. Schon im Ladeneingang steht ein recht geschmackvolles Beispiel ihres Gestaltungsansatzes. 


Wir haben uns dort viel Zeit gelassen und neben dem Material für den Küchenbogen noch so einiges anderes Schönes gefunden - dazu zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt mehr. Auf jeden Fall haben wir uns schon einmal ein Modell der Küche im Maßstab 1:10 gebaut. Der Bogen darin fehlt noch....

Zurück in Cappaghglass bereiteten wir uns auf den ersten richtigen Winter vor; zum Glück ist so ein Phänomen hier nur von kurzer Dauer (wir mussten zwei Tage ohne fließend Wasser auskommen, die Geschäfte waren zeitweise geschlossen, Straßen wurden nicht geräumt oder gestreut) - aber wunderschöne Momente gab es eben auch!







Sonntag, 4. Februar 2018

Ins zweite Jahr!

Langsam geht es voran dieser Tage. Nach einer ersten Januar-Woche ohne jegliche Arbeiten am Haus, geht es jetzt daran, Decken und Wände zu Ende zu verputzen. Das Obergeschoss immerhin trocknet allmählich... 
Sehr allmählich! Die Außenbedingungen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit sind an und für sich willkommen; auf diese Weise trocknet der Kalkputz ohne zu reißen. Andererseits wünschen wir uns an manchem Morgen einmal kein stürmisches Wetter mit Schauern oder grauverhangenen Himmel mit Nieselregen.
Während der Putz links noch frisch und grünlich ist, trocknet die rechte Seite schon ein paar Tage länger.

Auf dem Foto unten ist unsere Wohnzimmer-Fensterfront mit der neuen Ahorn-Fensterbank zu sehen. Die Ahorn-Planken lagen bei unserem Freund im Schuppen, wir konnten sie zu einem erschwinglichen Preis bekommen. Wir haben fast die Hälfte der Plankenstärken abhobeln müssen, und trotzdem waren noch ein paar Risse und Astlöcher mit Epoxydharz zu füllen, bevor wir die Bänke schleifen und ölen konnten. Das Ölen ist notwendig, um ein eventuelles Verbrennen der Oberfläche durch herunterfallenden, hoch-alkalischen Kalkputz zu verhindern. Ob wir die Bänke später noch lackieren, haben wir noch nicht entschieden.
Verputzt wird im Wohnzimmer diese und nächste Woche. Dann kommen die nächsten Bauabschnitte: Angefangen auf den dann hoffentlichen trockenen Wänden im Obergeschoß geht es ans Malen. Passende Farben zu finden, kann eine Ewigkeit in Anspruch nehmen... oder eine Entscheidung von 5 Minuten sein. Wir werden sehen. Nach dem Malen brauchen wir dann erst einmal nicht lange überlegen - der Fußboden für den ersten Stock liegt bereits im Schuppen bereit. Lasst Euch überraschen!
Um allerdings in besagten ersten Stock zu gelangen, müssen wir zur Zeit eine Leiter hinauf klettern. Alastair hat nämlich die Bautreppe ausgebaut und den Ausschnitt für den Treppenaustritt im Obergeschoß vorbereitet. Die Wendelung ist notwendig, um die lichte Höhe der Treppe überall ausreichend zu halten.
Die Treppe wird rechts des Austritts ein kleines Geländer bekommen.

Was im Haupthaus in nächster Zeit ein wenig lästig sein wird, freut an anderer Stelle insbesondere Jens, aber ebenfalls jeden Anderen, der im Schuppen einmal im ersten Stock ein Nickerchen machen oder dort am Schreibtisch sitzen möchte. Die Bautreppe war von Anfang an hier eingeplant.
Noch ziemlich vollgestellt mit Baumaterial, aber hell und übersichtlich: Der Schuppen von Osten gesehen
Schreibtisch im Schuppen-Obergeschoß
Links der Mauer wird zukünftig der Gastank stehen
Der Schuppen hat jetzt an jeder Seite mindestens zwei Fenster. Diesen Luxus konnten wir uns dank des Fensteraustausches im Haupthaus leisten. Da werden die Arbeiten am Boot (im Vordergrund unter einer neuen Winterplane) besondere Freude machen.

Gerade bastelt Jens so im Schuppen vor sich hin, als der Postbote kommt und den ersten Brief nach Coolcaha bringt - mit der Bitte, dass wir einen Briefkasten aufstellen mögen.
Well, then, - there's not a moment to lose.    :-)



Sonntag, 7. Januar 2018

Das Jahr 2017


Für uns geht 2017 in die Geschichte ein als jenes, in dem wir begannen unseren Irischen Traum zu verwirklichen. 
Trump? - Geschenkt! Die Idiotie eines G20-Gipfels inmitten einer Großstadt?  - Hat uns schon beschäftigt. Nein-Maika? - Von uns aus scheint es inzwischen gleichgültig, in welcher Zusammensetzung die gewählten Parteien Deutschland regieren. Klimawandel? - Schon eher ein Thema, auch in Irland, auch für uns; Heiligabend konnten wir im T-Shirt draußen sitzen - solange, bis der Wind wieder stürmisch aufbriste. Es gäbe viele andere Themen, an denen wir das vergangene Jahr abarbeiten könnten, doch am unverfänglichsten schreibt sich doch über das Wetter, oder?
Das Jahr hat uns viel an Wetterwechseln beschert. Ob sich daraus langfristige Konsequenzen für einen möglichen Klimawandel ablesen lassen, überlassen wir Anderen. Aufgefallen sind uns jedoch häufige Abweichungen von den Durchschnittswerten: Ungewöhnlich zum Beispiel der recht häufige Nebel im Winter sowie im Spätsommer.


Auch außergewöhnlich waren die hohen Temperaturen schon vor der Sommersonnenwende; keiner der von uns Befragten konnte sich an einen ähnlich "heißen" Sommeranfang wie in diesem Juni erinnern. Das Thermometer zeigte sogar an der See weit über 25°Celsius.
Wettdösen am Castle Kilcoe
So werden wir zum Beginn des Jahres 2018 den Rückblick auf das vergangene Jahr mit dem Fokus auf das Wetter gerichtet präsentieren:
Ballynaul mit der Halbinsel Crookhaven
Ein Ausflug auf die Mizen Halbinsel ist immer lohnenswert. An diesem kühlen Februartag bescherte das Licht aussergewöhnliche Wasser- und Landeindrücke.
Brow Head mit alten Minenarbeiterhäusern



Der Mount Gabriel ist zu jeder Jahreszeit schön. Im Winter ist er häufig von Wolken umkränzt. Aber auch im Sommer kommt es nicht selten vor, dass unser Hausberg eine kleine Wetter- und im obigen Falle auch Waschküche darstellt. Während diese Aufnahme vom Weg zwischen Ballydehob und Coolcaha stammt, ist unten eine Winteraufnahme mit dem Berg aus Südosten zu sehen.

Einer der Höhepunkte des Frühjahrs ist für Ballydehob und inzwischen auch Jens das Jazz-Festival am Mai-Bank-Holiday-Wochenende. Hat Jens in 2016 noch alleine in der überlebensgroßen Puppe "Katrina" die Hauptstraße hinauf tanzen müssen, kam im vergangenen Jahr eine neue Puppe hinzu. Höhepunkt der New-Orleans-Style-Jazz-Funeral-Prozession war ein gemeinsamer Walzer von "Katrina" und "Diego". Übrigens: Unter den Kostümen - getragen von einer Kraxe (dem Tragegestell eines Trekking-Rucksackes) - war es angenehm warm.

Der Sommer kam etwas langsam in Gang, und für uns vor dem Segeln erst einmal die Bootsarbeit. Nach einem weiteren Winter unter freiem Himmel hatte das Deck der "Godenwind" ein Refit inklusive mehrfachem Anstrich nötig.

Wie erwähnt, hatten wir im vergangenen Jahr öfter Nebel. Diese Aufnahme aus dem Sommer zeigt, dass mit den modernen Navigationsinstrumenten das Segeln zwischen den mit Untiefen gespickten Inseln trotzdem möglich ist - könnt Ihr den Segler entdecken?
Unsere eigenen Segeltage waren wegen des Hausbaus etwas dünner gesät als 2016. Trotzdem gab es herrliche Stunden auf dem Wasser. Am beeindruckendsten ist es immer, nach ein paar stürmischen Tagen im hohen Schwell zwischen den äußeren Inseln der Roaring Water Bay zu segeln - im Foto unten zwischen Castle Island und den Carthy Islands.
Nicht nur mit unserem Zugvogel waren wir unterwegs. Als dieser noch im Schuppen seine Frühjahrskur bekam, verlieh unser Freund Rui seine Castletownshend Ette für die Regatten anläßlich des Wooden Boat Festivals Ende Mai an Jens. Als Ergebnis dieser Regatten hängen bzw. stehen zwei weitere Trophäen bei uns herum... Hatten wir das bereits erwähnt? - Die Iren sind verrückt nach Pokalen, Plaketten, Trophäen. Sie sind zum großen Teil abgrundtief häßlich, wie das kleine Ding links unten (Jens gewann es als Sieger des Langsam-Fahrradfahrens beim Ballydehob Sommer-Festival), manchmal aber durchaus gelungen, wie zum Beispiel das Kupfersegel auf einer schlichten Holzplatte.



Aber kommen wir auf das Wetter zurück. Es gab viel typisch irisches davon. Soll heißen, auf Regen folgte meist Sonnenschein. Manchmal aber auch mehr Regen. Und Wind. Und ab und zu fällt es schwer zu bestimmen, welche Jahreszeit gerade herrscht. Und deswegen kommen zum Schluss in bunter Mischung ein paar weitere Bilder aus 2017. Vorher möchten wir Euch ein wunderschönes Jahr 2018 wünschen: Ob Regen oder Nebel, möge die Sonne in Euch scheinen. Lasst alle Anderen daran teilhaben, bleibt gesund und lasst Euch den Himmel nicht auf den Kopf fallen.
Mit die schönste Zeit: Blaue Glockenblumen kontrastieren mit Gänseblümchen, Stechginster und dem satten Grün von Büschen und Wiesen.
Wieviele Hundert Jahre zogen weiße Wolkenkolonnen schon über diese Stelen? - Impression von Gurranes bei Castletownshend
Das Rostrot des Kunstzentrums in Skibbereen passt auch zum Ambiente eines unserer Baustofflieferanten.
Flaute bei einer der Sonnabend-Club-Regatten des Schull Sailing Club
Für eine Zeitlang weicht unsere Trommelgruppe "Bang On" in das ehemalige Bankgebäude von Ballydehob aus. Es beherbergt jetzt die Touristeninformation.
Winterliche Farbschattierungen unter dem Himmel der Bantry Bay. Die Halbinsel Sheeps Head ist eine der am dünnsten besiedelten Gegenden Irlands.
Morgenlicht über der inneren Roaring Water Bay. Die Muschelbojenfelder bestimmen oft die Szenerie.

Sonntag, 3. Dezember 2017

In der Ferne ein Licht!


Links oberhalb unseres Hauses, das in der Bildmitte zu erkennen ist (wenn Euer Bildschirm sauber ist), seht Ihr das Gebäude der größten Firma West Corks'; im Übrigen allerdings vergißt man schnell, dass es die "Ceramicx" gibt - kein Lärm, keine Gerüche. Und besonders viel Licht ist uns bisher auch noch nicht aufgefallen. Dafür können wir in Zukunft ja selbst sorgen - damit Ihr alle den Weg zu uns findet :-)

Endlich sind die Außenarbeiten am Haus abgeschlossen (wenn wir von ein paar Kleinigkeiten wie Lichtern, Wasserhähnen und Anderem absehen). Wir müssen sagen: Es ist uns ganz gut gelungen, nicht wahr?!

Zugegeben, die Fassade hat nichts offensichtlich Spektakuläres an sich, und das Haus als solches bietet keinen besonderen architektonischen Reiz. Aber zum einen haben wir es nicht selbst entworfen, sondern arbeiten mit dem, was vorhanden war. Und zum anderen wollten wir nicht zu viel investieren, um mögliche Extravaganzen zuzufügen. Wichtig ist uns die gute Qualität von Materialien und Verarbeitung, die Einbindung des Gebäudes in die Umgebung und freundliche Farben bei jedem Wetter.
So, jetzt können wir uns auf die inneren Werte konzentrieren; nachdem unser Verputzer für ein paar Wochen wegen eines gebrochenen Zehs und überdies eines gebrochenen Herzens ausgefallen war, geht es den Decken und Wänden zuleibe. Unseren urspünglichen Plan mit Lehm zu verputzen haben wir fallen lassen. Lehm ist in Irland recht teuer, seine Verarbeitung nur unwesentlich angenehmer als Kalk. Was uns aber vor allem von Kalkputz überzeugt hat ist seine Fähigkeit, Feuchtigkeit zu regulieren. So können wir bedenkenlos alle Räume mit dem gleichen Material verputzen.
Ken verputzt Sigis' Schlafzimmer
Der November war geprägt von Verzögerungen und Plan-Änderungen. Was jedoch immer beabsichtigt gewesen ist, war die Innenwand in der Küche aufzubrechen. In die neu entstandene Lücke sollen Backofen und Kühlschrank eingebaut werden, die Vorderseiten mit der Wand abschließend.
Der Raum hinter den beiden Einbauten wird dadurch zwar kleiner, aber er ist uns immer noch groß genug als Abstellraum für selten genutzte Küchenutensilien, Staubsauger, Bügelbrett und all den Krimskrams. Wichtiger ist uns der Platz in der Küche. Außer der U-Form der Küchenmöbel soll schließlich auch noch eine Kochinsel in der Mitte Platz auf elf Quadratmetern finden. Für die Küchenmöbel haben wir uns noch nicht entschieden; wir waren allerdings kürzlich in Dublin, um einen halben Tag bei IKEA zu verbringen. Als Inspirationsquelle finden wir das schwedische Möbelhaus immer noch ausgezeichnet. Hier zum Beispiel diese Edelmetallstützen als ein mögliches Detail für die Kücheninsel:

Ein Sorgenkind bleibt unser Brunnen. Das erste Testergebnis ergab neben den hier üblichen erhöhten Werten von Eisen und Mangan eine nicht zu unterschätzende Anzahl von E-Coli-Bakterien. Für die Mineralien gibt es vor Ort natürlich entsprechende Angebote an Filtern. Die Bakterien jedoch behandeln wir zunächst mit einer Chlorgabe. Im Dezember wird der nächste Test dann hoffentlich zufriedenstellend ausfallen.
Eine weitere ungelöste Frage ist die nach dem passenden Platz für eine Windkraft-Anlage. Nachdem unser nächster Nachbar seine Bedenken wegen der damit verbundenen Geräuschkulisse zum Ausdruck gebracht hat, sind wir am Überlegen, ob der höchste Platz des Grundstücks - östlich des Schuppens - nicht auch uns zu nahe am Haus wäre. Während das Nachbarhaus dort immerhin 75 Meter Abstand zur Anlage hätte, wären es bei uns gerade einmal 45. Jetzt suchen wir erst einmal zwei oder drei Stellen aus, an denen wir über einige Wochen Langzeit-Windmessungen ausführen wollen.
Eine der möglichen Plätze für die Anlage. Das Haus (Bildmitte) ist etwa 75 Meter entfernt.
Auf jeden Fall ist schon einmal der Mast für die 2,4 Kilowatt-Anlage auf das Grundstück angeliefert worden - er ist knapp 10 Meter lang und bestimmt eine halbe Tonne schwer:

Jetzt kommen die ganz kurzen Tage und mit ihnen wohl ein weiterer Schritt Richtung Entschleunigung. Erwartet also für den ersten Januar-Sonntag keine außergewöhnlichen Nachrichten, was den Hausbau betrifft; wir werden stattdessen eher in den kommenden beiden Wochen diesen Post gegebenenfalls ergänzen.
Euch Allen wünschen wir eine entschleunigte Adventszeit und eine stimmungsvolle Wintersonnenwende!

Sonntag, 5. November 2017

Stürmische Zeiten


"Ophelia", "Xavier", jetzt "Herwart" - die vergangenen Wochen hatten es in sich. Wobei der letzt genannte Sturm an Südwest-Irland komplett spurlos vorbei gegangen ist; den Ende des Oktobers prägten eher ruhige Regen- und Nebeltage. Oder herrlich warmes Spätsommerwetter wie am letzten Sonntag (siehe Foto ganz unten).
Am meisten hatten wir mit "Ophelia" zu kämpfen: Die Spitzengeschwindkeit wurde am Fastnet Rock mit 164 Kilometern gemessen. Leider hat neben dem Bootsnamen im Hintergarten eines unserer Lieblingspubs in Ballydehob auch unsere GODENWIND Schaden erlitten.
Wer errät, wie der ganze Name lautet, bekommt beim nächsten Besuch bei uns ein Pint Murphys oder Guinness ausgegeben.


Hatten wir die Jolle an ihrer Muringboje am Sonntag noch sicher gewähnt, mussten wir am Sturmtag selbst tatenlos zusehen, wie sie nach dem Durchkentern in (für die Rossbrin Bucht) gewaltigen Wellen für fast 24 Stunden kieloben an ihrer Boje trieb. Zum Glück hatten wir schon am nächsten Tag passendes "Kaiserwetter", um zusammen mit guten Freunden das Boot zu bergen. Der Mast ist gebrochen, das Deck (mal wieder) beschädigt und es fehlen Ruderschwert, ein paar Segel und einige Kleinigkeiten. Vieles andere finden wir in den nächsten Tagen verstreut am Ufer der Bucht - für das Ruderschwert müssen wir auf einen ruhigen Tag mit Spring-Ebbe warten; wir vermuten es versunken in der Nähe des Unglücksortes. 
Hauptsache, es ist in West Cork niemand ernsthaft zu Schaden gekommen...
Allerdings sind die Baumschäden nicht ohne. Auf unserem Grundstück sind nur ein paar Weiden abgeknickt. Nicht nur dafür hatten wir in der Woche nach den Stürmen Merten zu Hilfe. Die meiste Zeit verbrachten wir mit dem Ausbau des Schuppens. Sein Besuch wurde mit der ersten Übernachtung in unserem ausgebauten "Chalet" gekrönt!
Was im Haupthaus also noch fehlt, ist in dem gemütlichen Zimmer ab nun vorhanden: 2 Betten können wir schon für unsere Gäste anbieten. Es ist allerdings noch sehr wenig Komfort vorhanden: Fließend Wasser gibt es, aber es fehlt noch ein Filter für das - noch nicht analysierte - Brunnenwasser; die "Toilette" bzw. der Zugang zum Erdgeschoß und nach draußen ist nur über eine Leiter zu erreichen... Aber gedämmt und hell ist es hier oben!

Jetzt haben wir noch ein paar Fenster und Türen übrig - einen Teil davon verkaufen wir, der Rest kommt in die Südwand des Schuppens.
Im Haupthaus sind inzwischen bis auf eine Doppeltür alle Fenster und Türen eingebaut. Jetzt sind wir am Überlegen und Ausprobieren, wie wir die Hausecken und Fensterrahmen der großen Front optisch miteinander harmonieren lassen. Am besten drucken wir das untere Foto aus und bekleben es testweise mit bunten Streifen..... Oder hat Jemand einen anderen Vorschlag?


Auf der rechten Seite ist das zukünftige Glasdach schon zu erahnen - die Wand darunter wird hell verputzt.
Verputzt wird aber zunächst im Haus selbst. Im Obergeschoß sind die Wände vorbereitet. Die Ausschnitte in Sigi's zukünftigem Zimmer kennzeichnen die Elemente, die mit Regalen oder (Schrank-)Türen versehen werden sollen.
Auch das Küchendesign kommt voran und dehnt sich inzwischen bis in den ersten Stock aus; im Foto ist der Zug für die Abluft über der Kücheninsel zu erkennen. Auf dem Dach soll ein ASPIROMATIC-Sauglüfter dafür sorgen, das auch ohne lauten Ventilkator die Küchengerüche abziehen. Falls sie das - wider Erwarten doch nicht tun sollten, können wir bequem einen elektronischen Ventilator nachrüsten. Ansonsten ist in diesem "Schrank" Platz für ein paar Bücher und anderes Zeugs.
Auf dem Foto unten ist der Sauglüfter gut zu sehen. Am Anbau wartet die letzte Wand auf die Verschalung - schlechtes Wetter und die nicht ganz einfache Montierung hält dieses Projekt seit Anfang September in Gange. Wenn das System der Firma MORDHORST hält, was es verspricht, können wir die lange Montage-Zeit gerne verkraften.