Sonntag, 4. November 2018

Kleinigkeiten


Wenn wir Leute auf unserer Baustelle zu Besuch haben, erwähnen sie seit Kürzerem grundsätzlich, dass wir ja schon fast fertig wären; und die Frage, wann wir gedenken einzuziehen, kommt meist gleich hinterher. Ja, stimmt: Wir sind fast fertig. Allerdings sind es all die Kleinigkeiten, die jetzt Zeit und Nerven kosten: Türen und Rahmen lackieren, Küchengeräte kaufen, Beschläge für Schubladen, Türen und diverse andere Möbel aussuchen und bestellen, Einbaumöbel bauen, die Werkstatt entsprechend herrichten, Badezimmer einbauen und, und, und... vor allem noch einmal kräftig Geld in die Hand nehmen.
Aufgrund der Tatsache, dass viele der eben aufgezählten Aufgaben zeitgleich erledigt werden, weichen wir heute einmal von der üblichen Struktur ab und stellen bunt gemischt Fotos und Schlagworte (englisch und deutsch) zusammen.
Off we go!

          3/4 inch clean gravel.....

celticfutonstore.ie
Bad täfeln
Bettrahmen
                                                         Vorstreichfarbe


Leerrohr-Blindstopfen setzen


One-Item-Deep-Shelfs
       Wassertank entlüften

Which Architraves?

                                                      OXSTEN Beige Stone Effect
                                                  Kleiderschränke        Floor Tiles

neue Werkbank im Schuppen

           Fensterrahmen streichen

Stufenschoner und IVAR-Regale
                                                                                  
                                                                                         Spülmaschine, Kühlschrank
Topfscharniere

Speisekammer-Regale

                   Schiebetür


toughened glass

                                                                        Eckventil


                                                Alkoven         
                                                                                                               Bilderhaken      

       Wandleuchten aussuchen!


                 .........connect the building with the ground (earth).............
                                                                                              
                                                                                               Solarthermie

Fußbodenheizung an Pumpe anschließen


Door Handles SWISH FORTESSA
                                               bestellen: OSMO PolyOil High Solid Satin Clean 3032
        Ofen für Wohnzimmer finden!


                                                                           Türsüll
        1500 x 850
Abzugshaube


                        polishing walnut boards

....irgendwann am Schluß Küchenbogen tapezieren


              Fußboden Wirtschaftsraum streichen

Waschmaschine anschließen


                                                                                           Wohnzimmertisch
Glimmer Diffused LED Illuminated Mirror?

       Türen lackieren                                PERCOLATION CAPS


                      connecting pipes
blinds for GGL M08
                                            IKEA-Besuch in Dublin

Sonntag, 7. Oktober 2018

5 Jahre Irland


Im letzten Monat begingen wir unser 5jähriges Irland-Jubiläum; mit unserer "moonchild" waren wir im September 2013 in der Bucht von Schull angekommen und hatten uns erst einmal gar nicht getraut, unser Bordleben gegen das an Land einzutauschen. Doch dann hatten wir uns schnell in die Gesellschaft in und um Ballydehob, Skibbereen, Bantry und Schull eingefügt. Im Zentrum dieses Lebens immer die Suche nach einem Zuhause, mit vielen wertvollen Erkenntnissen über Standorte, Bodenbeschaffenheit, Wetterschutz, Baustile, Handwerk, Gartenbau und insbesondere die irischen Eigenheiten. Ein paar Enttäuschungen hatte es auf dieser Suche auch gegeben, klar. Doch schließlich fanden wir im vorletzten Jahr die Bauruine in Coolcaha, und anfängliche Skepsis über die riesige Menge an Arbeit wich dem Enthusiasmus, es einfach anzupacken. Heute, fünf Jahre nach unseren ersten Schritten auf ungewohntem Terrain, können wir feststellen: Es hat sich gelohnt! - Wir wohnen zwar immer noch nicht in unserem neuen Zuhause, aber weit weg ist auch das nicht mehr...
Deswegen heute einmal anders herum: Erst das Haus - dann das Grundstück.

Wir haben einen neuen Helfer: Jerry hilft uns bei den Holzarbeiten im Innenausbau, was mit unseren begrenzten Werkzeug-Mitteln sonst viel zu lange dauern würde. So baut er unsere Türrahmen und setzt die angelieferten Standard-Türen dann auch hinein.



Die Treppe ist fertig und eingebaut! Seit Mitte Januar haben wir über eine Leiter die Höhe von zwei Meter vierzig überwinden müssen - jetzt erleichtern 15 Eichen-Stufen das Leben enorm.
Vor dem Einbau werden die Treppenwangen weiß lackiert.

Wir wollten die Treppe so leicht wie möglich wirken lassen. Auch aus diesem Grund ist das Geländer an der Wand montiert.

Die beiden Badezimmer sind aus ihren Dornröschen-Schläfen erwacht und für die Einrichtung vorbereitet. Während im Obergeschoß Holz dominiert, haben wir im Badezimmer unten die im August vorgestellten Mosaik-Kacheln in die von einem Fachmann vorbereiteten Wandflächen eingefügt. Der kreative Prozess war wegen der gebotenen Eile recht anstrengend, hat aber auch viel Freude bereitet.
Der Wasseranschluss soll demnächst geschehen, die Installation von Toiletten, Dusche und Waschbecken ebenfalls.

Für die Zwischenräume kommen zerbrochene Mosaikstücke zum Einsatz - Puzzle-Arbeit!

Auch der Vorraum ist fertig gefliest:

Die Fugen sind nicht so dunkel geblieben wie auf diesem Foto.

Zum Abschluß des Monats haben wir den Ausbau des Obergeschosses forciert. Nachdem die Holzverschalung des Badezimmers fertig war, haben wir den gesamten Fußboden geölt sowie poliert.

Nebenher haben wir Stück für Stück Kästen für die Wandausschnitte gebaut. Das bedeutet: Wir können demnächst in die beiden oberen Schlafzimmer einziehen!



Und zum Abschluss der versprochene Link zu einem weiteren Video auf unserem Land. Der kurze Clip soll Euch heute veranschaulichen, dass unser Grundstück sogar eine Steilklippe hat. Der Link: https://youtu.be/IduAtfMC3Qs Von der Leiter aus gehen wir nach Süden und sehen, dass wir oberhalb einer großen Weide herauskommen. Rechts von der Weide erstreckt sich ein etwa Fußballfeld-großes Feuchtwiesenstück; ob hier in Zukunft einmal ein Teich entsteht?

Sonntag, 2. September 2018

Mal wieder Kartons packen

Den unteren Teil des "First Path" wollen wir euch heute nachreichen. Damit Euch die Sonne nicht zu sehr blendet, haben wir die Laufrichtung dieses Mal geändert. Wir starten an der zweiten Zuwegung von der Straße im Süden des Grundstücks. Enden tut dieser kurze Spaziergang (2:39 min) an der Abzweigung, die wir im ersten Film bei Minute 2:43 passierten: https://youtu.be/QCmHctZ1kK8
Am Anfang dieses Pfades stellen wir uns zukünftig einen Autostellplatz und ein kleines Häuschen für Fahrräder vor - immerhin ist es von hier aus ein gutes Stück kürzer in den Ort, und - viel wichtiger - es ist so schön, über unser Grundstück zu laufen.
Nach einer Dreiviertelminute kommt ein Felsen in Sicht, der eine steile Kante bildet, vor der das im letzten Monat erwähnte Feuchtgebiet liegt. Vielleicht kann dort in Zukunft ein Teich entstehen...
Bei Minute 1:20 seht Ihr am rechten Bildrand den oberen Felsen, über den der "Birch Path" führt, an dessen Ausgang wir bei Minute 1:50 passieren. Von hier aus geht es links zu der Leiter, die uns im nächsten Monat zu der oben erwähnten Steilkante führen wird. Wir gehen jetzt jedoch geradeaus im leichten Bogen nach rechts weiter, bis wir zum Schluß des Filmchens an die Abzweigung kommen, die uns - wie oben erwähnt - im ersten Film aus dem Juli-Post begegnete.

Die größte sichtbare Veränderung im Haus stellte im August der Fußboden im Erdgeschoß dar. Wir haben uns nach langem Hin und Her gegen die ursprüngliche Idee eines polierten Estrichs und für einen hochwertigen Laminat-Fußboden entschieden. Die 15 Millimeter starken Bretter sind bis etwas über 2 Meter lang und 25 Zentimeter breit. Sie sollen antistatisch, rutsch- und bis zu 72 Stunden Wasserfest sein. Aus natürlichen Stoffen hergestellt, bieten sie ein angenehmes Raumklima, und die Oberfläche gibt sogar die Maserung von rauhgesägter Eiche wieder.
Die spannendsten beiden Fragen beim Auslegen waren: Wie würden die Anschlüsse zu den einzelnen Räumen gestaltet werden müssen? Und: Würde das Material auch ausreichen, wenn wir entgegen der ursprünglichen Planung die komplette Küche auslegen - und nicht nur den später sichtbaren Bereich? Die Antwort auf die Frage nach dem Sinneswandel folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Die Antwort auf die zweite Frage lautet: Ja - mit dem allerletzen Panel schlossen wir dieses Teil-Projekt ab! 
Zur ersten Frage: Mit dem größtem Raum, dem Wohnzimmer, wollten wir eigentlich anfangen. Doch dann kam uns der Gedanke: Von dort aus angefangen könnten wir im vorgesehenen Verlege-Verfahren (Von rechts nach links, von Süden nach Norden) ohne Anschlussprobleme einmal komplett durch das Haus - nur der Raum im Nordosten würde diesem Prinzip entgegenstehen. Also fingen wir mit diesem (zukünftigen Feldenkrais-)Raum an und endeten kurz vor der Schwelle zum Flur; erst dann fingen wir mit dem Wohnzimmer an, gingen im Uhrzeigersinn nahtlos in die Küche und den Übergang zum Flur. Dort schafften wir eine optische Grenze, indem wir die Planken mit einer schwarzen Linie absetzten.
Übergang Wohnzimmer/Küche
Übergang Küche/Flur
Übergang Flur/Feldenkrais-Raum
Der Anschluss an den oben erwähnten Raum im Nordosten blieb schließlich tatsächlich das einzige etwas schwierigere Teil des Fußboden-Auslegens; nach einer Weile genauen Arbeitens an dem eingefügten Stück passte es schließlich auch. Die dunklen Flecken auf dem eingesetzen Stück und dem anschließenden Flurbrett rühren vom Abwischen der überschüssigen Fugenmasse mit Verdünner her. 
Das Treppenhaus
Noch während der Fußboden am Entstehen ist, bringen wir die ersten Möbel und Kartons aus unserem Lager (das im letzten Winter etwas feucht war) nach Coolcaha.

Eine Nebenbaustelle wird zur Zeit am Frühabend bei unserem Freund Rui betrieben; dort entsteht die Treppe vom Erd- zum Obergeschoß.

Das Aufmaß
Eine Treppenwange entsteht
Auch die Elektriker sind mal wieder da: Steckdosen, Schalter und eingelassene Deckenleichten werden montiert. Eine zeitraubende und damit teure Arbeit; wir hätten sie gerne selbst gemacht. Aber genug zu tun haben wir selbst noch mit weiteren Dingen; manchmal kommt Alles auf einmal.
Hier soll zukünftig unsere "Hifi-Zentrale" stehen
 Auch die Bäder bekommen jetzt nach längerer zeit mal wieder ein bißchen mehr Aufmerksamkeit. Im unteren Bad grenzen wir die Dusche mit einer halbhohen Mauer ab. Wir wollen keinen Duschvorhang, aber auch nicht immer díe Toilette mit duschen... Jetzt müssen noch Fliesen und Kacheln besorgt werden...

Und im Obergeschoß sind wir dank des Holzfußbodens, der noch mit Öl versiegelt wird, sogar noch etwas weiter. Hier wollen wir keine Kacheln, sondern lieber Holz an den Wänden. Damit man später nicht die Äste durchscheinen sieht, müssen sie extra behandelt werden - deshalb die fleckigen Paneele an der Wand; zum Schluß sollen sie blau werden.

Wenn wir uns das jetzt alles noch einmal angucken, war der August ein sehr intensiver Monat. Auch das Schuppenvordach hat noch eine letztere Erweiterung bekommen. Jetzt warten wir nur noch auf den Klempner, der uns den Tank anschließt. Danach wird auch noch die rechte Seite gegen die vorherrschende Windrichtung abgeschlossen.


Und sogar das lange herumliegende Feuerholz ist gestapelt.



Sonntag, 5. August 2018

Blue is the Colour

Über Südwest-Irland war der Himmel im Juli meistens blau und wolkenlos. Zumindest regnete es bis auf die letzten Tage des Monats kaum einmal. Alle Arbeiten unter freiem Himmel gerieten durch die ungewohnten Temperaturen recht anstrengend, aber überwiegend ist nach wie vor innerhalb des kühleren Hauses zu tun. Immerhin sind wir wie versprochen regelmäßig auf unseren Pfaden unterwegs; wir hatten weitere Filme über die Wege auf unserem Grundstück versprochen - hier ist der nächste: https://youtu.be/2jjRoHT9ADU (4:00 min). Er zeigt den Weg von der Versickerungsfläche hinunter zum Grundstück unserer Nachbarin Damaris, bevor er dann nach rechts abknickt und zu unserer neuesten Tangente durch den östlichen Teil unseres Grundstückes führt. Da er sich entlang einiger sehr prominenter Birken orientiert, nennen wir ihn naheliegender Weise "Birch Path". Er ist viel offener und weniger geschützt als der Erste Pfad, bietet dafür einige sehr interessante Plätze, die wir entwickeln könnten. Gehen wir den Pfad wieder gemeinsam ab:
min 0:39 Das Haus, welches hier in Sicht kommt, steht jenseits des östlichen Grundstückrandes auf der anderen Straßenseite. Es ist weit und breit das einzige typisch irische in dieser Gegend. Nach dem Schwenk nach rechts kommt wieder Williams' Windturbine und rechts daneben der Mount Gabriel in Sicht. Wir befinden uns nur etwa 20 Meter südlich des "First Path".
min 1:05 Ab hier beginnt der neu geschlagene Pfad mit der Hauptrichtung nach Südwesten. Vorstellbar ist, dass dieser Pfad schon in frühereren Zeiten existierte, zumindest für Rinder, die dem Vorbesitzer gehör(t)en. 
min 1:17 An der ersten "größeren" Birke ein Linksschwenk, der auf einen der typischen Schieferfelsen in unserer Gegend zuführt. Rechts hiervon verläuft ein kleines Feuchtbiotop - vielleicht später einmal ein Teich.
min 1:26 An der nächsten Birke wieder zurück auf die Hauptrichtung und weiteren Birken entgegen. Hier gäbe es ein paar schöne Plätze für besondere Pflanzen, eine kleine Terrasse oder gar ein Pavillon.
min 1:45 Wir passieren mehrere Birken, bevor das gelände allmächlich etwas nach vorne abfällt. Hier queren wir gleich eine Drainagerinne für das Feuchtbiotop - ideal zum kontrollierten Aufstauen von Wasser.
min 2:11 Ab hier geht es links des Felsens zum Teil sehr steil zu Damaris hinunter. Der Pfad selbst hat nur ein paar Passagen, die zukünftig mit ein paar Stufen oder Rampen leichter passierbar gemacht werden können.
min 2:59 An der größten Birke des Pfades angelangt ändert sich die Topografie: Gräser und vereinzelte Büsche machen jetzt Heide und Stechginster Platz, sowie in der niederen Lagen viel Farn.
min 3:14 Im Hintergrund ist eine Leiter zu sehen, die zwei weitere Pfade miteinander verbindet, die wir in einem nächsten Post vorstellen werden. Wir befinden uns jetzt etwa in der Mitte des Grundstücks, aber wieder nur wenig mehr als 20 Meter vom "First Path" entfernt. Ab hier jedoch weitet sich das Grundstück nach links bis zur Straße hinunter, nach hinten bis zur imaginären Mittellinie zwischen Windturbine und Leiter, sowie nach rechts bis ein Stück hinter die Stelle, an die wir am Schluß des letzten Filmes gelangt waren.   
min 3:21 In der Mitte zwischen Felsen (links) und Windturbine befindet sich ein großes Feuchtgebiet mit viel Flora und Fauna - weiterhin sehr schwierig begehbar, auch in diesen trockenen Zeiten. Dahinter liegt für uns deswegen weiterhin Terra Incognita.
min 3:31 und min 3:35 Diese beiden Farnwiesen - getrennt durch den "First Path", auf den wir gleich treffen - sind durchsetzt mit Brombeeren. Wir vermuten auf diesen geschützten Flächen guten Boden. Das kleinere Feld zur Leiter werden wir zunächst einmal versuchen frei zu bekommen.
3:46 Eine letzte Birke rundet den Pfad ab, bevor wir auf den "First Path" treffen, der das Haus in einer großen Linkskurve mit dem zweiten Zugang an der Straße verbindet. Das untere Ende dieses Euch zum Teil bekannten Pfades zeigen wir Euch das nächste Mal.

Jetzt kommen wir aber wieder auf das Haus zurück. Das Vordach ist fertig:
Ein Paneel und die Regenrinne fehlen noch.....

Wir können allmählich ans Einziehen denken; im Obergeschoß ist der Fußboden fast fertig. Demnächst muss noch poliert werden - dann können die ersten Möbel hinein!


Und danach kommt der Fußboden im Erdgeschoß dran. Für dieses haben wir Paneele gewählt, die im Klicksystem zu verlegen sind. Fotos davon folgen.

Haben wir schon über Bäder gesprochen? Allmählich wird auch das Zeit. Zum Glück haben wir uns zwischen den hunderttausend Möglichkeiten der Gestaltung relativ schnell entscheiden können; die Gelegenheit, diese kleinen blauen Kacheln für lau zu bekommen, hat dabei enorm geholfen:
https://youtu.be/uiqwCLxPo4Q


Die Kacheln wollen wir in der Dusche mit dem grauem Schiefer kombinieren, der in Südwestirland den Hauptanteil der geologischen Masse ausmacht. Dazu beim nächsten (?) Mal mehr.
Und die Küche? - Eine Firma in Bantry hat uns beim Entwurf der Küchenmöbel geholfen; noch arbeiten wir daran. Aber die Struktur steht.



Die Küche ist also auf gutem Weg, an Details arbeiten wir noch. Dinge wie die Öffnungshilfen (Griffe oder Knäufe?) und irgendeine dieser blauen Farben für die Oberflächen werden noch zu entscheiden sein.

Die Älteren unter Euch werden sich erinnern: Wir hatten vor eineinhalb Jahren jede Menge Weiden fällen müssen. Seitdem hatte der gesägte Teil des Holzes auf einem unschönen Haufen im Schatten anderer Weiden oder im Blickfeld des Wohnzimmers gelegen und, gelinde gesagt, etwas stiefmüttlich behandelt vor sich hin getrocknet oder - gegammelt. Dem haben wir jetzt abgeholfen.
Da das Schuppen-Vordach inzwischen dem ersten Starkregen standgehalten hat, konnten wir ein Großteil des Holzes dort auch bei Regen sägen und trocken einlagern.
Was nicht unter das Dach passte, haben wir in kleinen Rundstapeln aufgeschichtet.
Die hübschen Mohnblumen, die sich irgendwie selbst ausgesät haben, haben wir natürlich stehen lassen...


Sonntag, 1. Juli 2018

Sommerzeit - Gartenzeit...


 ...aber nicht hauptsächlich, wie Ihr Euch vorstellen könnt. Neben ein paar weiteren Fotos wollen wir Euch in den nächsten Monaten mal wieder mit ein paar kleinen Filmen erfreuen, die wir vor kurzem gedreht haben. Sie sollen einen Eindruck davon vermitteln, was wir mit dem Grundstück bisher gemacht haben und welche Ideen wir für die Zukunft haben. Uns leitet der Grundgedanke eines permakulturellen Ansatzes, also die "Philosophie, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, eine Philosophie der fortlaufenden und überlegten Observation und nicht der fortlaufenden und gedankenlosen Aktion; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen, und sie erlaubt Systemen, ihre eigenen Evolutionen zu demonstrieren." (Zitat nach Bill Mollison)
Dem seit der Einführung von Chemiedünger und "Un"kraut-Vernichters eingeführten Feldzug des Gärtnerns gegen die Natur oder auch dem hier weit verbreiteten des englischen Gartens widerspricht der permakulturelle vor allem im sichtlichen Ergebnis: Im Letzteren bilden Kultur- und Wildpflanzen ein Miteinander, Eingriffe in die vorhandene Flora (und damit auch Fauna) geschehen nur nach vorheriger intensiver Beobachtung der Gegebenheiten, also langsam. Der letzte Halbsatz könnte auch andeuten, dass wir (abgesehen von den Flächen rund um das Haus herum) nicht fleißig genug gewesen wären. Ja, das stimmt! - Es stimmt insofern, dass wir dem Beobachten bisher nicht genug Zeit eingeräumt haben. Aber, versprochen, das soll jetzt mehr der Fall werden!

Aber jetzt zu den Filmen, die wir bei YouTube aufgeladen haben. Den ersten präsentierenen wir Euch heute. Zur Einführung ein 15-Sekunden-Clip der direkt an der Versickerungsfläche enstanden ist, von wo aus die meisten unserer Pfade starten:
https://youtu.be/dMSJ45rljdQ

Zu dem unkommentierten Film "The First Path" (4:11 min.)
https://youtu.be/ymvT1S-k_Dk
folgt jetzt eine kleine Auflistung, was zu welcher Sekunde zu sehen ist bzw. vielleicht einmal zu sehen sein wird:

0:10 Die Holzpaletten beinhalteten vor einem Jahr Teile der Fensterlieferung; wir werden einen Kompost daraus bauen
0:45 Ab hier folgen wir dem Pfad, der zum Zeitpunkt unserer ersten Besichtigung im Sommer 2016 schon vorhanden war.
2:04 Die Windturbine im Hintergrund steht hinter der westlichen Grenze zu unserem Nachbarn William.
2:22 Auf der rechten Seite saht und seht Ihr eine ganze Reihe Weiden, die an einem Entwässerungsgraben stehen; gepflanzt haben wir hier selbst bisher nur ein paar kleine Bäumchen, die durch Holzpflöcke gekennzeichnet sind. 
2:43 Die erste Abzweigung auf diesem Pfad. Ab hier folgen wir zunächst der ursprünglich eingeschlagenen Himmelsrichtung nach Südwesten. Dieser sehr geschützte Pfad und seine unmittelbare Nachbarschaft bietet in Zukunft ungeahnte Möglichkeiten für Anpflanzung - vorausgesetzt, der Boden ist nicht zu felsig.
3:17 An einer weiteren Abzweigung ein kurzer Kamera-Schwenk; von diesem Punkt aus kommen wir in einem weiteren Film zum Kompass-Hill
3:55 Hier führt der Pfad über den Entwässerungsgraben; nach links hinunter folgend kämen wir zu einem kleinen Bach; der Pfad ist jedoch zur Zeit zugewachsen und zu schattig für die Kamera; es lohnte sich, ihn zu filmen, denn am Schluss des Pfades steht eine riesige alte Weide.
4:01 Die gigantische Weide ist hier für ein paar Sekunden im Bild. 
4:10 Hier irgendwo liegt die Nordgrenze unseres Grundstückes; das Gelände ist sehr unwegsam und schwer frei zu schneiden.


Zurück zu den vordringlichen Arbeiten: Das Schuppenvordach ist inzwischen auch fertig. Nachdem wochenlang nicht die richtigen Längen Holz zu bekommen waren, konnten wir endlich den Schuppen teilweise ausräumen, den Fußboden im Vorraum streichen und das Regalsystem einbauen, das schon in Hamburg in unserem Keller stand... Allmählich bewegt sich ein Teilprojekt der Vollendung zu - Zeit für eine Kaffee-Pause unter dem neuen Dach:

Pausen richten wir uns zur Zeit nach den Wetterbedingungen ein. Meistens setzen wir uns zum Lunch auf eine der Holzterrassen.

Ende des Monats wurde es allerdings so heiß, dass uns nicht einmal der Schatten des Hauses eine angenehme Lunchpause bieten konnte. Es gibt zum Glück ein paar andere Plätze auf dem Grundstück, die neben (Halb)-Schatten meist eine kleine Brise vorhalten.
Aber wer hätte gedacht, dass man an der Irischen Küste jemals einmal mit nacktem Oberkörper nach Sonnenuntergang draußen sitzen könnte. Wunderschön - aber auf Dauer ist die Hitze nichts für uns.

Bei einem Freund. Die etwas Sonnenempfindlicheren kamen erst nach Sonnenuntergang heraus.

Für eine Weile gilt unser Hauptaugenmerk noch dem Haus. Wir zeigen Euch mal die einzelnen Zimmer im Erdgeschoß, die alle fertig gemalt sind. (Es fehlen nur noch der Anbau mit Wirtschaftsraum und das Badezimmer.)
Jetzt müssen wir im Erdgeschoß warten, bis die Hitze den Estrich ausreichend getrocknet hat, bevor wir die Fußböden in Angriff nehmen.
Feldenkrais-und Gästezimmer
Küche zum Wohnzimmer
Gästezimmer
Wohnzimmer mit Kamin
Küche nach Westen
Flur mit Bad (links) und Gästezimmer
Apropos Fußboden: Im ersten Stock kann der Einbau der Holzdielen jetzt endlich voran schreiten - wieder einmal hatten wir vergeblich versucht, entsprechende Baustoffe in Irland zu bekommen; wir mussten für die Ausgleichsschüttung an den Rändern extra in Österreich Blähglas bestellen.

Aber das Schönste zum Schluß: Ihr seid alle herzlich willkommen, uns Postkarten zu schreiben (oder Pakete zu schicken) - wir haben jetzt offiziell eine Adresse (die Ihr bitte über andere Kanäle erfragt oder von uns zugeschickt bekommt). Und - noch besser - wir haben einen Briefkasten, in den Eure Post auch wirklich hineingeworfen wird; der Postbote weiß schon Bescheid!


P.S. Kann jemand uns sagen, was für ein Falter dies ist?